Aktualisiert am:
30.12.2015
Die Bahnhöfe:
(the railway stations)
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Zügig fuhr man ... von hier aus in die weite Welt:
Der Bahnhof./Railway station
Nauen hatte in der Vergangenheit mehrere Bahnhöfe, welche von unterschiedlichen Gesellschaften betrieben wurden. Geblieben ist der von der Berlin-Hamburger Eisenbahn, allerdings ohne Empfangsgebäude. Dieses wurde Opfer einer Bombe, die im Zweiten Weltkrieg auf die Stadt niederging.

Eröffnet wurde die Bahnstrecke am 15.10.1846. Damals verlief sie allerdings noch ebenerdig.
Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert hatte Nauen Anschluss an den S-Bahn-Tarif von Berlin. Bis 1961 wurde der Streckenabschnitt Nauen - Falkensee per Dampf- bzw. Diesellok betrieben. Zur Streckenfortführung der S-Bahn ab Falkensee in Richtung Nauen war der Bahndamm größtenteils bereits vor dem Zweiten Weltkrieg geschüttet aber danach nicht mehr weitergebaut worden. Nach dem Mauerbau 1961 fiel der Übergang zur Berliner S-Bahn in Falkensee weg und der Regelbetrieb nach Ost-Berlin wurde über den neugebauten Außenring Potsdam - Hennigsdorf betrieben. Der S-Bahn-Tarif allerdings blieb. Seit der Gründung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) gehört auch der der Vergangenheit an.
Hielten bis zum Jahre 1998 noch InterCity-Züge in Nauen, so war zwischenzeitlich das Bahnhofsniveau auf die tiefste Provinzebene gesunken.
Die elektronischen Anzeigetafeln zeigten beharrlich leere Felder und durch die Lautsprecher tönte auch kein Laut mehr.

Mit der Fahrplanumstellung zum 15. Dezember 2002 ist auch für den Nauener Bahnhof eine neue Zeit angebrochen. Mit der festen Etablierung der Regionalbahn 10 von Nauen nach Berlin-Charlottenburg und dem Status des Bahnhofs Nauen als Ausweich- bzw. Umsteigebahnhof bei Streckensperrungen ist das Niveau deutlich gestiegen. Jetzt wird der Reisende auch wieder freundlich begrüßt und die Anzeigetafeln weisen ihm den richtigen Zug zu.

Nauen war als ehemalige Kreisstadt
in der Vergangenheit sehr verkehrsgünstig zu erreichen.

Ein weitverzweigtes Eisenbahnnetz machte dies möglich:
         Die Hauptstrecke Berlin - Hamburg (1848 bis heute).

 Die Nauener Bahnhöfe:

Ziffer Bezeichnung von nach Anfang Ende
1 Haltepunkt Stadtforst; Volksmund: Kachelbahn; Regelspur Nauen Velten 01.10.1904 31.05.1964
2 Haltepunkt Ludwig-Jahn-Straße; Volksmund: Kachelbahn; Regelspur Nauen Velten 01.10.1904 31.05.1964
3 Hauptbahnhof (Staatsbahnhof); Berlin-Hamburger-Staatsbahn; Regelspur Berlin Hamburg 1848 in Betrieb
3a Bahnsteig der Umgehungsbahn Nauen - Oranienburg; Nordseite des Hauptbahnhofs; Regelspur Nauen Kremmen 1915 28.05.1967
4 Bahnhof der "Kachelbahn"; Volksmund: Bahnsteig C, linke Seite; Regelspur Nauen Velten 01.10.1904 31.05.1964
4a Bahnhof der OHE; Volksmund: Bahnsteig C, rechte Seite; Regelspur Nauen Ketzin 17.08.1892 12.04.1966
5 Bahnhof der RSN; Volksmund: Stille oder Krumme Pauline; Schmalspur Nauen Rathenow 1900/01 01.04.1961
6 Bahnhof Chausseestraße der OHE Volksmund: Ketziner Bahn; Regelspur Nauen Ketzin 13.12.1893 22.05.1966



Anmerkungen zum Stand Februar 2003:

Das war das Original... das einst repräsentative Eingangsgebäude vom Hauptbahnhof: (the old station)

Es hinterläßt schon einen imposanten Eindruck, das ehemalige Eingangsgebäude vom Nauener Hauptbahnhof.
Was die Bombe im Zweiten Weltkrieg nicht schaffte, wurde danach auf Weisung abgetragen.








... und das die langwierige Zwischenlösung ...
Das war nach dem Abriss des Eingangsbauwerkes bis Mitte 2000 das Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofes. In den "besten Zeiten" waren hier drei Fahrkartenschalter besetzt. Eine Fahrt von Nauen bis Berlin-Alexanderplatz über den Berliner Außenring dauerte mehr als zwei Stunden und kostete 70 Pfennige Ost.

... und das ist übrig geblieben ... ein Loch im Bahndamm:


Auch nach der Sanierung Mitte der 1990ziger Jahre blieb vom einst stolzen Eingangsbauwerk nur ein mit Klinkerattrappen ausgekleidetes Loch übrig, getarnt als Zugang zu den Bahnsteigen.
Die Treppenstufen stammen noch vom ehemaligen Eingangsgebäude.

2005 wurde der gesamte Platz umgebaut und die Treppenstufen verschwanden und links vom "Loch" stellte die Deutsche Bahn einen Kiosk auf, in dem man neben dem Imbissangebot auch Fahrkarten kaufen kann.





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