Der Muthesius-Bau:
(the main broadcasting building)

Die Anlage im Jahre 1920, kurz nach der Fertigstellung.
Es ist bereits das dritte Sendehaus nach dem Fachwerkbau von 1906 und dem Sendehaus von 1911.

Inbetriebnahme der Station von Nauen für den Funkverkehr durch Staatssekretär Dr. Bredow in Anwesenheit des Reichspräsidenten Ebert und des Reichspostministers Giesberts im Jahre 1920. (Links vorn: Reichspostminister Giesberts, rechts: Reichspräsident Ebert und Dr. Bredow.)
Das Sendehaus im Modell ... (the exhibit of broadcasting building)
Das Innere des Hauses war so angelegt, dass alle Flügel des T-förmigen Grundrisses freitragende Decken erhielten und an den Wänden wurden hölzerne Balustraden um fast alle Seiten gezogen. Von hier aus konnte man der in- und ausländischen Prominenz, die für damalige Zeiten, modernste Technik präsentieren.
Ebenso hatte man die Dachflächen konstruiert. Das vorgelagerte Schiff und der quadratische Teil des Antennenträgers wurden mit brusthohen Wänden versehen, über die man bequem die weiten Flächen des Havelländischen Luches, einer typischen Feuchtniederung, einsehen kann.

Gesamtansicht im Modell.

Der Maschinensaal im Modell.

Der Maschinensaal im Modell.

Der Maschinensaal im Jahr 1922.
In der Raummitte befand sich ein erhöhtes, hölzernes Regiepult, von dem die Techniker den gesamten Maschinensaal gut überblicken konnten.
Die Maschinensender im Großen Sendesaal hinterließen schon einen respektablen Eindruck.
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Das Mittelschiff wurde über dem Haupteingang mit sieben rund fünf Meter hohen bleiverglasten Fenstern geziert,
welche heute noch im Original vorhanden sind.

Die Vortragshalle als Prunksaal im Jahre 1920, in Richtung Maschinensaal, kurz nach der Fertigstellung.
Technische Superlativen:
In den Anfangsjahren hatten die technischen Einzelkomponenten noch gigantische Ausmaße!

Der Hochfrequenzgenerator der Maschinensenderanlage Nauen.

Ein rund zwei Meter hohes Variometer. Davon standen fünf Stück im Spulenraum.
Dokument der "Dreifaltigkeit" ...

Die drei Bauepochen der Sendergebäude.
Das Foto dokumentiert wohl am augenscheinlichsten den gleitenden Übergang von einer Bauepoche zur anderen.
1: Der Fachwerkbau von 1906, der nach der Fertigstellung des Muthesiusbaus abgerissen wurde;
2: Der Neubau aus dem Jahre 1911, der in den Westflügel des Gebäudes von 1920 integriert wurde (s.r.Skizze).
3: Der Neubau von Muthesius, den man 1920 einweihte.

Grundriss des Hauptgeschosses.
2: Der integrierte Neubau von 1911.
A: Die Vortragshalle.
B: Die Maschinenhalle (40 mal 55 Meter in den größten Ausdehnungen.
C: Der Spulenraum als Teil von B.
Die Torhäuser:
(the entrance of area)
Der ehemalige Haupteingang ...
...lag an der Chaussee von Nauen nach Kremmen. Die Bäume dahinter markieren noch den ursprünglichen Verlauf der damaligen Chaussee.
Erst 1925 wurde im Zuge der Geländeerweiterung die Chaussee in einem großen Bogen um die Station herumgeführt und ist heute ein Stück der Bundesstraße 273.
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Die gesamte obere Etage im linken Haus diente dem Amtsleiter als Dienstwohnung.
Darunter befanden sich Büros und die Pförtnerstube.
Das auf dem Foto linke Gebäude wurde von Muthesius 1920 errichtet und war bis 1931 allein vorhanden.
Der Seitenflügel des Gebäudes war anfangs Pferdestall, später Autogarage und dann Wohnung.
Das rechte Haus wurde erst 1931 vom früheren Muthesius-Mitarbeiter Otto Walther errichtet.
Es beherbergte auf der Etage mit den großen Fenstern Sozialräume und das Casino.

Blick aus dem "Kaiserssaal" in Richtung Haupteingang mit den beiden Torhäusern.

Im Vordergrund ist die Lebensbaumhecke zu erkennen, welche das gesamte Areal von den Torhäusern bis zum Muthesius-Bau umschließt und so eine symbolische Einheit dieser Bauwerke kenntlich macht.
Der Neuanfang...
Begonnen von der DeTeBau hatte DeTe Immobilien (ehemalige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, heute STRABAG-PFS und zum STRABAG-Konzern gehörig) die Federführung an der komplexen Sanierung des Gebäudes und seines Umfeldes. Bei den technischen Anlagen dominierten die Fachleute der Deutschen Telekom AG.
Die Rede ist von der denkmalgeschützten Sanierung und dem gleichzeitigen Aufbau der neuesten Sendeanlagen Mitte der neunziger Jahre.
Pünktlich am 23. April 1997 konnte der Startschuss für eine neue Ära der Rundfunksendestelle Nauen gegeben werden.

Zahlreiche Besucher aus Nah und Fern waren zu Gast beim Tag des offenen Denkmals im September 2000. Unverkennbar sind bei der Konstruktion der neuen Antennen die Erfahrungen aus dem Betrieb der Drehantenne vom Dechtower Damm eingeflossen.