Die Bergstraße:
(the street with name Bergstraße)
Saniertes Fachwerkhaus in einer der wohl ältesten Straßen von Nauen, der Bergstraße.
Offensichtlich befindet sich das Haus auf dem höchsten Punkt der Stadt.
In unmittelbarer Nähe befand sich das alte Nauener Rathaus.
Die Bergstraße ist der Gründungsmittelpunkt der Stadt. Von hier aus begann die Besiedelung des heutigen Stadtgebietes.

Wie liebevoll und mit welcher Detailtreue die neuen Eigentümer mit der Bausubstanz umgehen, sollen diese beiden Fotos beweisen.
Es handelt sich hierbei stets um die Bergstraße Nummer 15.
Das Haus, wie es seit Jahrzehnten dem Verfall preis gegeben wurde, im Jahre 2003.
FOTO: Stadtkontor GmbH (Aus 7. Bürgerinformation, 2005)
Das gleiche Haus im Jahre 2006. Hier macht das Wohnen wieder richtig Spaß!


LINKS: Im Jahre 1695, am 14. Mai brannte das vorhergehende Rathaus bis auf die Grundmauern nieder.
Erst 74 Jahre später im Jahr 1769 erbaute man dieses Haus, welches hier auf einer alten Postkarte zu sehen ist.
RECHTS: Hier das Rathaus aus Richtung Baderstraße gesehen.
Gut zu erkennen ist der Publikumseingang.
Es war genau zu klären, ob ein Umbau des Hauses stattfand, oder ob das Rathaus vollständig abgerissen wurde und damit ein Zugang von der Bergstraße zur Marktstraße geschaffen wurde.

Bei Sanierungsarbeiten der Bergstraße legte man das Fundament des alten Rathauses frei. Der Haupt-Eingang lag offensichtlich von der Bergstraße her und war über eine Treppe nach innen eingezogen. Linkerhand der Eingangstreppe befand sich offensichtlich der Kellereingang außerhalb des Gebäudes. Manche Quellen bezeichnen den kleinen Vorraum des Kellereingangs als dritten Kellerraum. Einer diente als Gefängnis. Doch wegen Baufälligkeit musste dieses noch vor dem Abriss in die Dammstraße 45 verlegt werden. Das gesamte Haus war unterkellert. Die etwa 1 Meter starken Grundmauern umfassten einen Grundriss von etwa 8 mal 15 Metern.
Ein Nebeneingang (Publikumseingang?) war an der rechten Seite der dreiachsigen Front zur Markstraße eingebaut.
Links davon hing das "Schwarze Brett", an dem amtliche Mitteilungen veröffentlicht wurden.
Das Haus befand sich fast in der Mitte vom heutigen Durchbruch zur Marktstraße. Zwischen dem rechten Giebel und dem Nachbarhaus gab es einen schmalen Durchgang, der aber durch eine Tür verschlossen war. Zwischen dem linken Giebel und dem angrenzenden Geschäftshaus gab es einen öffentlichen Durchgang, der aber auch nicht sehr breit gewesen sein kann.
So in etwa könnte der Grundriss des alten Nauener Rathauses vor dem Abriss im Jahre 1891 ausgesehen haben.
Der Durchgang von der Berg- zur Marktstraße war wegen der geringen Breite wohl kaum als Straße geeignet.
Eine Bauflucht war wohl damals noch nicht so ausschlaggebend.
Jedenfalls ragt das Rathaus ein ganzes Stück in den Bereich der Marktstraße.
Es kann aber auch Absicht der Ratsherren gewesen sein, um die Dominanz des Gebäudes zu unterstreichen.
Das Gebäude wurde nach der Inbetriebnahme des neugotischen Rathauses am heutigen Rathausplatz 1891 überflüssig und abgerissen.


NEIN, denn nach dem großen Stadtbrand von 1695 wurde die Marktstraße so erweitert, dass man hier die Wochenmärkte abhalten konnte.
Da niemand weiß, wo das ursprüngliche Rathaus vor 1695 einmal stand, weiß man auch nicht, wo sich der Marktplatz befand.
Das hier in die Lücke der Einmündung von der Bergstraße in die Marktstraße errichtete Rathaus wurde erst 74 Jahre nach dem Stadtbrand errichtet.
Blick von der Bergstraße in die Marktstraße. Dort, wo heute im Vordergrund die Autos stehen, stand das alte alte Nauener Rathaus.
Bei Straßenbauarbeiten im März 2001 hat man die Fundamente freigelegt. (s.oben)
Damit ist der Standort dieses Hauses eindeutig bestimmt.
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